[plusminusunendlich] ist ein Open-Creative-Online-Workspace von mir, Frank Oliver. Es ist eine Plattform, um meine aktuellen Kunst-, Design-, Musik- und Gestaltungsprojekte unterschiedlichster Medien vorzustellen und zu teilen. Idealerweise ergänzen sich darin Beiträge einzelner traditioneller Kunstdiziplinen wie visuelle Kunst (Malerei, Grafik, Illustration) mit musikalischen und sprachlich-literarischen Projekten. Ein Fokus liegt auf Text-Bild-Beziehungen, durch die ich in meiner Malerei neue Motive und Bildsprachen entwickle. Umgekehrt können einzelne Bilder und Musikstücke textgenerierende Funktion haben und neue fiktionale Welten in Wort, Ton und Bild hervorbringen. Ebenso wichtig ist dabei das Literarische und Narrative, durch das in szenischen und wortreichen Performances neue Dimensionen künstlerischer Zusammenarbeit und sprichwörtliche Spielräume eröffnet werden. Auf diesem Konzept beruht [plusminusunendlich], wie das Wort nahelegt, eine grenzenlose und immer neu zu entdeckende Reise in die Sphären kreativer Weltverarbeitung und Neuschöpfung.
[artist statement]
Wir denken heute mehr den je in Sprache und in Bildern, das eine ist vom anderen abhängig, es gibt kein Entweder-oder. Beides ist gleich gültig, jedoch nicht ein- und dasselbe, gleichgültig von welcher Seite aus betrachtet… Meine Arbeit verstehe ich als Versuch, die verschiedenen kognitiven und medialen Dissonanzen oder „Risse“ in der Welt sichtbar zu machen und künstlerisch zu erfassen. Meine Bilder betrachte ich als den Versuch, die Zeichen unserer Zeit zu einer neuen Form und Einheit zu verdichten; aus dem Chaos der uns umgebenden Sprach- und Bilderflut unseres kollektiven intermedialen Gedächtnisses neue Zeichen herauszudestillieren. Dabei geht es mir einerseits darum, die Relativität, aber auch die Mehrdeutigkeit dieser Beziehungen darzustellen. Andererseits versuche ich, die vielschichtigen Wechselwirkungen dieser Zeichen und ihre Wirkung auf uns zu erforschen. Meine Kunst sehe ich dabei als sprichwörtlichen „Spielraum“, in dem sich die Zeichen unseres intermedialen und kollektiven Gedächtnisses neu formieren und neue Verbindungen miteinander eingehen können. Diese buchstäblichen „Impressionen“, quasi die Druckerzeugnisse unserer Wahrnehmung zu ergründen, sehe ich dabei als ein zentrales Ziel meiner Arbeit. So wie unser menschliches Gedächtnis eine infinitesimale Vernetzung von Synapsen ist, die hyperlinkartig miteinander agieren, ist das Ideal meiner Kunst, besagte „Impressionen“, Bilder, Töne und Worte, die sich uns heute mehr denn je einprägen, in ihrer Widersprüchlichkeit und potenziellen Verknüpfbarkeit zu veranschaulichen.

Ich bin stets offen und interessiert für andere, neue Projekte, die [plusminusunendlich] bereichern und neue Wege auf dieser unser aller gemeinsamen Kreativreise eröffnen können. Fühlen Sie sich also herzlich eingeladen, in jeder kreativen Form des Austauschs mit mir in Kontakt zu treten.
Frank Oliver: jaeger [at] gmx.de